19.05.2026 - K1/K2
Vortrag von Prof. Dr. Norbert Zimmermann
Deutsches Archäologisches Institut, Rom
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt frei
Vortragsreihe veranstaltet von der
Gesellschaft der Freunde des
Deutschen Archäologischen Instituts
– Theodor Wiegand Gesellschaft (TWG) – e.V.
im Wissenschaftszentrum Bonn
In den römischen Katakomben haben sich die frühesten Bilder mit christlichen und biblischen Themen erhalten, und die Entwicklung einer eigenen Bildersprache lässt sich besonders gut in den unterirdischen Friedhöfen Roms nachvollziehen. Im Vortrag zu den Katakomben werden besonders zwei Aspekte im Mittelpunkt stehen: Einerseits soll die Entwicklung und Bedeutung der Katakomben-Malerei eingeordnet werden, andererseits werden jüngste Forschungsergebnisse vorgestellt, die auf modernen, digitalen Methoden basieren, um einen aktuellen Einblick – auch in 3D – in die den heutigen Forschungsstand zu bieten.
Prof. Dr. Norbert Zimmermann, Jahrgang 1968, studierte Christliche Archäologie, Kunstgeschichte und italienische Philologie in Bonn, Rom und München. Nach seiner Promotion 1998 in München war er zunächst lange Zeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturgeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien und Mitglied der österreichischen Ausgrabung in Ephesos, bevor er 2014 zum wissenschaftlichen Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom ernannt wurde. In seinen Forschungen und Publikationen widmet er sich der Transformation der spätantiken Welt, speziell der Wohn- und Bestattungskultur, der spätantiken Bilderwelt und der christlichen Sakralarchitektur im Osten und Westen des römischen Reiches. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Anwendung digitaler Dokumentationsmethoden wie 3D-Laserscanning für die Forschung und ihre Vermittlung. Mit der Berufung nach Rom kehrte er auch zu den römischen Katakomben und ihren Malereien zurück, dem Thema der Dissertation, und ihrer Bedeutung und jüngsten Forschungsergebnissen ist auch der heutige Vortrag gewidmet.