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The Evolution of Evolution

13.03.2020 - 15.05.2020 - Casino

Positionen zeitgenössischer Kunst

Zur Ausstellung

Die Welt um uns herum verändert sich auf vielen Gebieten in rapidem Tempo durch menschliches Eingreifen. Wir stehen am Anfang eines neuen Zeitabschnitts. 7 Künstler aus den Niederlanden und Deutschland erhellen aus verschiedenen Blickwinkeln, was diese Welt in Zukunft formen könnte.

Die Evolution der Evolution:
Eine Geschichte mit offenem Ende?

Beteiligte KünstlerInnen: Patrick Bergsma, Inge Hoefnagel, Rainer Lehmann, Melanie Mertens, Harry Schumacher, Dieter Wessinger, Sasha Zuidam

Sasha Zuidam

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 12. März um 18:30 Uhr im Casino des Wissenschaftszentrums Bonn statt.

Begrüßung
Ulrike Lenk, Geschäftsführerin des Wissenschaftszentrums Bonn

Einführung
Irina Wistoff, Museumspädagogin

Hinweis
Mit der Anmeldung bzw. der Teilnahme an der Veranstaltung erklärt sich der Teilnehmer mit der unentgeltlichen und unbeschränkten Nutzung der im Rahmen der Veranstaltung entstandenen Foto- und Filmmaterialien für die Zwecke der Außendarstellung einverstanden.

 

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler

Patrick Bergsma

In Patrick Bergsmas künstlerischer Arbeit geht es vorrangig um den Menschen in Verbindung mit der Natur. Sie ist beeinflusst durch die chinesische Kunst von Penjing, auch die japanische Bonsaikunst ist eine Quelle der Inspiration für ihn. Er kombiniert in fantasiereichen Skulpturen und Malereien Miniaturversionen von Bäumen und Natur mit der Problematik des zeitgenössischen Umgangs mit der natürlichen Umgebung. Der Mensch, der bisweilen vergisst, dass er selbst ein Teil der Natur ist, kämpft mit wachsenden Problemen durch die zunehmende Überbevölkerung und Urbanisierung der Landschaft. Aber welchen Weg Menschen auch einschlagen: Die Natur wird stets eine neue Art finden, sich an neue Lebensbedingungen anzupassen.
Mehr Informationen unter: http://www.patrickbergsma.nl

Patrick Bergsma

Inge Hoefnagel

Klimaveränderung ist ein wiederkehrendes Thema in ihrem Werk, das sie für diese Ausstellung präsentiert unter dem Titel: Vom Garten zur Wüste: Was passiert, wenn die Sahara grün wird? Wie werden die Niederlande aussehen, wenn kein Regen mehr fällt? Eine der Theorien über die Sahara ist, dass die Wüste in großen Zeitabschnitten wieder ein fruchtbares Gebiet sein wird. In Lybien, als es noch bereist werden konnte, hat die Künstlerin hierfür ein schönes Beispiel in einer Landbaukooperative in Barjouj gesehen. Hierfür wird Wasser aus der See zur Senke des Wadi Barjouj gepumpt. Als Resultat dessen, war im trockenen flachen Land von Lybien überraschend ein grüner Flecken von saftigem Gras und gut gedeihenden Pflanzen zu sehen. Martin Claussen, ein deutscher Klimatologe und seine Studenten, haben mit Computersimulationen Verwüstungen simuliert. Eine Schlussfolgerung aus der Untersuchung: Es wird kein Regen in der Sahara fallen, weil dort keine Pflanzen wachsen... Die Arbeiten der Ausstellung abstrahieren diese Fragen und Untersuchungen. Sie reduzieren Farben und Strukturen und zitieren die schwarze Erde aus dem Garten, die Farben des Saharasandes und die Schattierungen dazwischen.
Mehr Informationen unter: https://www.kunstinzicht.nl/kunst/adres/10252/inge-hoefnagel.html

Inge Hoefnagel

Rainer Lehmann

Panta rhei – Alles fließt. Die Schöpfung befindet sich in einem permanenten Wandel und alles Lebendige ist gezwungen, sich diesem Wandel zu stellen. Das ist die Bühne der Evolution. Der Mensch scheint als einzige Spezies die Fähigkeit entwickelt zu haben, diesen kosmischen Mahlstrom zu beherrschen, zumindest nach den winzigen irdischen Maßstäben, dort jedoch mit existenziellen Folgen. Die heute existenzbestimmenden Herausforderungen sind nicht naturgegeben. Sie sind menschengemacht. Der teifgreifendste Wandel ist heute die umfassende Transformation in eine digitale Gesellschaft, gesteuert durch Algorithmen und BigData, getrieben durch einen geradezu pathologischen Zwang zur permanenten Selbstoptimierung und Effizienzsteigerung. Berauscht von dem scheinbar ökonomischen Erfolg dieser Transformation, werden die fundamentalen gesellschaftlichen Folgen verdrängt, ist doch die gegenwärtige Polarisierung der Gesellschaft und der Rückfall in fatale ideologische Denkblockaden das Spiegelbild des Verfalls in binäre Denkmuster. Algorithmen kennen keine Zwischentöne. Sie trennen in Eins und Null, in Schwarz und Weiß, in Sein und Nichtsein. Sein Werk spielt mit den Mitteln der binären Sprache und untersucht die Implikationen, Transformation und Rücktransformation formaler Modelle und ihres realen Gegenstandes durch Visualisierung ihrer tatsächlichen physischen Substanz. Es zeigt die Determiniertheit des Systems, aber gleichzeitig auch die Nische für die persönliche Individualität.
Mehr Informationen unter: art.rainerlehmann.de

Rainer Lehmann

Melanie Mertens

Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten beschäftigen sich mit dem Symbol und der Thematik der „blauen Blume“. Dieses Symbol ist gut bekannt aus der Epoche der Romantik. Es steht für das Einssein mit der Natur, die Sehnsucht und das Streben nach dem nicht Erreichbaren. Wie jedoch kann die Frage nach dem Einssein mit der Natur in unsere Zeit gestellt werden? Sind wir noch stets ein Teil der Natur oder sind wir ein Teil der Technologie? Ist es immer noch möglich eine Brücke zwischen Natur und Technologie zu bauen und die Widersprüche zu überwinden? Der Betrachter erhält bekannte Referenzen der visuellen Welt, die in der Bildkomposition mit Brechungen der Realität und Objekten in einen nicht zeitlich festgelegten Zusammenhang gebracht werden.
Mehr Informationen unter: https://melanie-mertens.wixsite.com/melanie-mertens-art

Melanie Mertens

Harry Schumacher

Harry Schumacher stellt die Art und Weise, wie der Mensch mit der Natur umgeht, zur Diskussion. Wir stellen uns über die Natur, während wir sie willkürlich aufteilen. Menschen sehen die Natur als großes Laboratorium, in dem frei agiert werden kann. Verschiedene Arbeiten behandeln zeitgenössische Themen, wobei die Gesamtheit der Arbeiten eine alternative Welt formt, um unsere Berührungspunkte mit der Natur zu vergrößern. Harry Schumacher stellt international in Museen, Galerien und überraschenden  Orten aus. Für die Ausstellung Evolution of Evolution wurde eine Kombination aus räumlichen Arbeiten und Zeichnungen ausgewählt. Natürliche Selektion bedeutet, dass der, der sich am besten an seine Umgebung anpasst, die größten Überlebenschancen besitzt. Der Mensch hat diese Funktion umgekehrt und hat die Umgebung an den Menschen angepasst, mit dem Ergebnis, dass der Mensch mehr und mehr die Stärke seiner Anpassungsfähigkeit verliert. Zeit um den Begriff „Evolution“ neu zu definieren.
Mehr Informationen unter: www.illusha.nl

Harry Schumacher

Dieter Wessinger

In seinen Video-Arbeiten und Collagen untersucht Dieter Wessinger die Grenzbereiche zwischen Projektion und Wirklichkeit. Hierbei interessiert ihn vor allem die Frage, inwieweit der Umgang mit Konstrukten die Wahrnehmung von dem beeinflusst, was wir „Realität“ nennen. Absurde Handlungen werden zur ernsthaften Routine, wogegen gewohnt Vertrautes irritierend bis surreal erscheint. Modellhafte Situationen kommen zunächst banal daher, verweisen jedoch auf ernst gemeinte Sinn-Ebenen, die weit über das Dargestellte hinausgehen. So wird das scheinbar unbefangene Spiel mit Alltags-Gegenständen bei näherem Hinsehen eine Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen. Das Wissenschaftszentrum Bonn ist ein Ort der Begegnung, der Kommunikation und des Austauschs von Experten unterschiedlichster Fachgebiete. Hier treffen sich die klugen Köpfe. Sozusagen: ein Konglomerat grauer Substanz. Mit seiner 3D-Collage, bestehend aus unterschiedlichen anatomischen Darstellungen des menschlichen Großhirns (Fotografien, Grafiken, Zeichnungen, CT-, MRT-, Röntgenaufnahmen) aus verschiedenen Zeitepochen, visualisiert Dieter Wessinger eine räumliche, zeitliche und inhaltliche Konzentration grauer Substanz. Darüber hinaus soll die Collage Tagungsteilnehmern, Mitarbeitern und Gästen als Anregung dienen, ihr Denkorgan in der bestmöglichen Weise zu nutzen, um innovative, nachhaltige und sozialverträgliche Lösungen für aktuelle und zukünftige Probleme zu entwickeln.
Mehr Informationen unter: https://www.dieterwessinger.de

Dieter Wessinger

Sasha Zuidam

Alles ist der Veränderung unterworfen. Dies war schon so, bevor der Mensch darauf Einfluss nahm. Wir befinden uns nun in einer Beschleunigung des Entwicklungsstroms. Der  Mensch bezieht sich mehr auf sich selbst, als auf das große Ganze. Wie soll der Mensch in Zukunft einen Ausweg finden? In den Werken der Ausstellung untersucht Sasha Zuidam die Schnittstelen zwischen Körper und Technologie, wie sie mehr und mehr das körperliche Sein beeinflussen. Wird es mehr und mehr von Technologie geformt? Das ist eine beängstigende Idee. Der Mensch, der zur Hälfte Roboter ist, abhängig von technischen Hilfsmitteln. Cyborg ist ein „einfaches“ Wort für eine „einfache“ Schöpfung? Oder ist die Technik hier nur ein Mittel, um besser zu funktionieren und uns zu perfektionieren? Kann es vielleicht schön gefunden werden, ästhetisch? Wie sollen diese Möglichkeiten aussehen und wie steht das in Harmonie zu dem sterblichen Körper, in dem wir geboren sind? Sie zeigt eine Serie „schöner“ Damen, die mehr oder weniger technischen Anpassungen unterworfen wurden. Wie weit kann man gehen? Wann verwandelt sich ästhetisch in abstoßend? Durch die Schaffung eines positiven Bildes werden die Entwicklungsmöglichkeiten in jede Richtung beleuchtet, aber auch die Hoffnung implementiert, dass eine menschliche Form gewahrt bleiben kann.
Mehr Informationen unter: www.sashazuidam.nl/SashaZuidam.nl/Welkom.html

Sasha Zuidam
Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Centre for Visual Arts in Rotterdam statt

Ansprechpartner für Ausstellungen

Elsa Oßwald

Assistenz der Geschäftsleitung
& Ausstellungskoordination

Wissenschaftszentrum Bonn
Ahrstr. 45
53175 Bonn

T 0228 302-221
F 0228 302-247

osswald(at)wzbonn.de

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Öffnungszeiten

montags bis freitags von 8.00 bis 19.00 Uhr im Casino.
Der Eintritt ist kostenfrei.